HEILIGGEISTKIRCHE

Die im 13. Jh. durch den Deutschen Orden ursprünglich aus Holz errichteteKirche diente als ein Krankenhaus. Im Jahr 1345 entstand infolge eines
Brandes an demselben Ort eine einschiffi ge gemauerte Kirche, auf demGrundriss eines länglichen Rechteckes mit ganz verschwommenen Stilmerkmalender Gotik. In der Reformationszeit wurde die Kirche zweimal den Katholiken weggenommen und den Protestanten übergeben (1569–1595, 1608–1624). Im Jahr 1624 ging das Objekt als die Klosterkirche in den Besitz der Benediktinerinnen über. Die Kirche wurde während der schwedischen Kriege zerstört.
In den Jahren 1750-1751 errichtete man ein Tonnengewölbe, baute Fensteröff nungen um, legte den Steinfußboden. Die Kirche wurde mit fünf geschnitzten/ mit fünf gehauenen und vergoldeten Altären, u.a. mit dem Gemälde der Ausgießung des Heiligen Geistes, ausgestattet. Zwischen der
Kirche an dem anliegenden Benediktinerinnenkloster wurde ein Turm mit vier Glocken gebaut. Zur Zeit der Teilungen Polens wurde der Turm niedergerissen sowie Pforten und Figuren aus dem 18. Jh. in der Kirchenumgebung abgetragen. Seit dem Jahr 1900 ist die Kirche wieder katholisch, wurde als Garnisonskirche, dann als eine Filiale der Pfarrkirche des Hl. Nikolaus genutzt. Der während der Kämpfe um Grudziądz 1945 abgebrannte Bau wurde in den Jahren 1956–1959 wieder aufgebaut. In dem Objekt blieben das Tonnengewölbe mit einem ellipsenförmigen Durchschnitt, der gemauerte Chor aus dem 18. Jh. sowie ein Kruzifi x aus der 2. Hälfte des 18. Jh. erhalten. Im Jahr 2006 wurde die Kirche renoviert. Es wird geplant, das sog. Graudenzer Polyptychon wiederherzustellen.